TOP-NEWS 5: ZUSAMMENHÄNGE Tempel e.V./ Alturas e.V. und die
Politik
Zu
den Vorfällen auf "TOP-NEWS 2" hat ein kritischer Leser,
"Ünal Ay" - Pächter vom Havanna im Tempel
von 1998 bis August 2004,
sich wie folgt gegenüber der Stadt Karlsruhe, der Politik
und den Behörden am 20.04.2007 geäußert:
Betreff:
SPD fordert Sicherstellung des Musentempels
BERICHT vom 17.04.07 KA - News.de
Sehr
geehrte Frau Stadträtin Doris Baitinger,
in
vorbezeichneter Angelegenheit bin ich sehr verwundert über
ihren Antrag.
Ich vermute, dass sie ihre sämtlichen Anträge in
Bezug auf den Tempel e.V.
ungeprüft, auf kosten der Steuerzahler stellen.
Man
weiß inzwischen nicht ob der Tempel e.V. ein Kulturzentrum
oder ein kostenloser Gewerbepark für Ihre Vorstände
ist.
Tatsache
ist aber, dass es bei dem Tempel Vorstand und deren Komplizen
um „Pinke, Pöstchen und Privilegien“ geht!
Ich
möchte Sie sehr gerne wahrheitsgemäß informieren,
damit Sie in Zukunft etwas nachsichtiger mit Ihren Anträgen
sind.
Am
Anfang stand zweifellos die katastrophale Finanzsituation
des Kulturzentrums Tempel, dass die eigens dazu gegründete
Finanzkontrollkommission 1997 Schritt für Schritt aufdeckte,
und das schließlich im November 1997 in der Abwahl des
langjährigen 1. Vorsitzenden Willi Schönauer und
der Nichtentlastung bzw. vorbehaltlichen Entlastung seiner
damaligen Vorstandskollegen gipfelte.
Zu
den nichtentlasteten ehemaligen Vorstandsmitgliedern vom Tempel
e.V, gehört auch Herr Uwe Kaffenberger ( gelernter Bankkaufmann
). Dieser war der Schatzmeister von Tempel e.V., welcher sich
und seinen Vereinskameraden, den Kassenschwund von über
10 000 DM nicht erklären konnte. Gegen Ihn wurde keine
Strafanzeige erstattet. Er mußte aber seinen Posten
dafür abgeben. Später ist er dann zu Alturas e.V.
übergelaufen und hat von 1998 bis 2004 mindestens 300
000 € gemeinsam mit Herrn Guerlio Peralta Steuernhinterzogen
und Fördermittelbetrug begangen.
BEWEISS
: AZ : 07/03-0961/2005 FINANZAMT KARLSRUHE- DURLACH
Damit war zwar dem leichtsinnigen Finanzgebaren ein Ende gesetzt,
die drohende Pleite aber nicht abgewehrt.
BEWEIS:
BERICHT BNN VOM 15.02.1995 UND 22.02.1995
Angesichts
der großen Schuldenlast kam es wegen ausstehender oder
unregelmäßig eingehender Mietzahlungen auch zu
Spannungen zwischen dem Vorstand und einzelnen Mietern –
im Besonderen ausgerechnet zwischen dem Tempel und Alturas
e.V.
Da
half es auch nicht, dass der Tempel nach einem von der Stadt
angeregten komplizierten Kreditverfahren (Grundschuldeintrag
im ersten Rang zugunsten der Sparkasse Karlsruhe als Geldgeberin)
zunächst aus dem Gröbsten raus zu sein schien. Einen
regelmäßigen Betriebskostenzuschuss in der seinerzeit
geforderten Höhe gab es nämlich nicht.
BEWEIS:
BERICHT BNN vom 08.10.1998
Eine
unglückliche Spannung unter unglücklichen Bedingungen.
Denn Alturas war seit seiner Ansiedlung auf dem Gelände
des Kulturzentrums sicherlich der Kulturveranstalter mit der
größten Öffentlichkeit und ganz entscheidend
mitverantwortlich dafür, dass die Stadt Karlsruhe und
der Gemeinderat die Schenkung des Baus 1 an den Kulturverein
Tempel e.V. 1994/95 in Anerkennung seiner aus dem Karlsruher
Kulturleben nicht mehr wegzudenkenden Arbeit auch vor der
Karlsruher Öffentlichkeit rechtfertigen konnten.
Das
heißt, dass der Tempel erheblich von der Arbeit von
Alturas profitiert hatte. Denn es war Alturas, mit dem erstmals
ein Programm von internationalem Zuschnitt in die ehenmals
Seldeneck’sche Brauerei Einzug hielt.
Wie
sich die Stimmung im Tempel angesichts der auch durch die
finanzielle Situation so nicht zu rechtfertigenden „Kehraus“-Politik
des damaligen Vorstands ab 1998 allgemein verschlechterte.
Die
Allianz zwischen dem Tempel als Festveranstalter und Raumverwalter
einerseits und den kulturellen Aushängeschildern in Bau
1 und im Nordteil des Geländes, Alturas, Artaque und
Thespistheater, zerbrach. Sicherlich auch an der Kabinettspolitik
eines Vorstands, der sich, aus welchen Gründen auch immer,
nur noch ungern in die Karten schauen ließ.
Viele
vormals ehrenamtlich stark engagierte Mitglieder traten von
ihrem Engagement zurück.
Artaque
und Thespistheater verließen Gelände und Verein
– ein kultureller Aderlass ohnegleichen.
Wer
heute einmal die Beschilderung an der Einfahrt zum Gelände
an der Hardtstraße genauer studiert, wird feststellen,
dass das Kulturzentrum Tempel sich unter der Ägide seiner
Vorstände seit 1998 fast unbemerkt zu einem regelrechten
Gewerbepark gemausert hat.
Und
das Ende ist noch nicht abzusehen. Der Auszug der angesehenen
Kindermalwerkstatt aus Bau 2 ist 2004 erfolgt.
Das
ist allerdings kein Wunder, wenn man bedenkt, dass etliche
Vorstandsmitglieder wie Hans Traut (Betreiber der Tanzschule
Tanztribüne, die mit dem vom Tempel unter dem programmatischen
Regiment der Tanztribüne veranstalteten „Internationalen
Tanztheaterfestival“ natürlich auch eine massive
Eigenwerbung betreiben kann) Gewerbetreibende im engeren oder
weiteren Sinn sind, und sich , ohne dass als direkten Vorwurf
zu meinen, zumindest den Verdacht gefallen lassen müssen,
dass sie im Kulturzentrum Tempel wenn nicht in erster Linie,
so doch in ganz erheblichem Maße eigenwirtschaftliche
Interessen verfolgen.
Ein
Versuch des Artaque-Gründers und Delegierten Versammlung
„ DV“ -Vorsitzenden und Initiators Hubert Krauth,
(Hardstr. 37 a- 76185 Karlsruhe) die divergierenden Interessen
von Alt- und Neumietern, Kultur- und Gewerbetreibenden auf
einer eigens zu diesem Thema einberufenen, mehr als 50-köpfigen
DV-Sondersitzung bei Anwesenheit mehrerer Gemeinderäte
unter einen Hut zu bringen und damit dem Tempel als Ganzem
weiterhin eine fruchtbare Entwicklungsrichtung zu geben, scheiterte
denn wohl vor allem auch daran, weil einzelne nicht bereit
waren, ihre dem jeweils eigenen Projekt verpflichteten Unterstützer
oder Lobbyisten für das Projekt Tempel als Ganzes zu
mobilisieren.
Ein
Zustand der Uneinigkeit, der bis heute nicht überwunden
ist. Ein Zustand der innerhalb des Kulturzentrums zu einem
Koalitionspoker führte, der oftmals nicht etwa darauf
ausgerichtet ist , möglichst interessante und sinnvolle
gemeinsame initiativenübergreifende Projekte ins Leben
zu rufen, sondern vielmehr darauf, sich denjenigen, den man
zum jeweiligen Zeitpunkt für den Stärksten (den
mit der stärksten Lobby) hält, als Partner warmzuhalten.
Vor
diesem Hintergrund sind auch für Außenstehende
oft schwer begreifliche abrupte Seitenwechsel innerhalb des
Kulturzentrums zu sehen. So etwa, wenn genau die eifrigen
Betreiber (Renate Koch und Hans Traut) der Kündigung
des Café Havanna gegenüber Alturas e.V. und der
Vermietung der Räume an den damaligen Pächter Ünal
Ay heute, nach erneutem Schulterschluss mit dem ehemals geächteten
Alturas e.V. (bzw. dessen erneutem Schulterschluss mit dem
KV Tempel e.V.), die heftigsten Promotoren einer mittlerweile
kostenintensiven gerichtsnotorischen Auseinandersetzung zwischen
dem KV Tempel e.V. und dem neuen Pächter des Café
Havanna sind. Und die wird auf beiden Seiten mit genau den
Bandagen geführt, die jener von Hans Traut seinerzeit
gegenüber Alturas geforderten geschäftsmännischen
und juristischen Härte entsprechen. Nur dass die heute
eben auch mal den KV Tempel trifft – wie man’s
in den Wald hineinruft, so schallt es irgendwann eben auch
mal heraus.
Da
muss sich freilich auch Alturas fragen lassen, warum man sein
Fähnchen plötzlich wieder in einen anderen Wind
hängt.
Denn
als es im Rahmen des von Vorstandsmitglied Helfried Lohmann
nach bestem Wissen und Gewissen aufgesetzten Kooperationsvertrags
über den weiteren lateinamerikanischen Veranstaltungsbetrieb
im Café Havanna zwischen Ünal Ay und Alturas e.V.
zu Spannungen kam, ließ der KV Tempel e.V. Alturas e.V.
mehr oder weniger im Regen stehen. Einzelne Vorstandsmitglieder
empfanden möglicherweise sogar eine klammheimliche Schadenfreude
darüber, dass es Guerlio Peralta und seinen Mannen nun
endlich an den Kragen ging – die hart an der Grenze
zur öffentlichen Beschimpfung und üblen Nachrede
einzuordnenden Äußerungen des Vorstandsmitglieds
Hans Traut in der „Klappe auf“ 1/98, von denen
sich der damalige Vorstand zu keiner Zeit distanzierte, sprechen
hierzu eine, leider, allzu deutliche Sprache.
Die
vormalige „Entente Cordiale“ zwischen dem Tempel
e.V. und Ünal Ay, in der Presse gleich mehrfach beschworen,
ist heute Vergangenheit. Die einstigen „Wunschpartner“
stehen sich mittlerweile als Kontrahenten gegenüber.
Dafür hat der Vorstand des KV Tempel den einstigen Feind
Alturas e.V. wieder als Alliierten gewonnen.
Hier
muss sich nun der KV Tempel fragen lassen, wie es zu diesem
merkwürdigen „Bämlein-Wechsel-Dich“-Spiel
kam.
Dass
sich die kulturpolitisch Verantwortlichen in Karlsruhe heute
nur sehr zurückhaltend gegenüber den andauernden
Querelen im Kulturzentrum verhalten, ist vor diesem Hintergrund
verständlich.
Wer
besteigt schon gerne ein Koalitionskarussel um ganz offensichtlichen
Pöstchen- und Privilegienschacher, ohne zu wissen, auf
welcher Seite er in einigen Monaten wieder aussteigen muss.
Trotzdem:
eine Krise war von jeher auch die Möglichkeit für
einen Neubeginn.
Ein
erneuter runder Tisch unter dem Vorsitz städtischer Vertreter
wäre vielleicht nützlich.
Auch eine ernstere Inanspruchnahme des tempeleigenen Schlichtungsgremiums,
des Ehrenrates, wäre wünschenswert, um den ausgearteten
Betrügereien ein Ende zusetzen.
Damit
nicht Gelder in einem seit Jahren andauernden Prozesspoker
mit ungewissem Ausgang aufs Spiel gesetzt werden, die eigentlich
in die Kulturarbeit fließen sollten.
Einigen
Vorständen wäre zu raten, weniger als Lobbyisten
ihrer eigenen Pfründe zu fungieren, und sich auf die
Aufgaben zurückzubesinnen, die der Vorstand des Kulturvereins
Tempel e.V. eigentlich erfüllen sollte.
Außerdem
erhalten Sie die Aktenzeichen der Ermittlungsverfahren gegen
Tempel e.V. wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung und Fördermittelbetrug
zu Lasten der Stadt Karlsruhe !
AZ:
260 Js 30505/06 - STA Ka
AZ: 550 AR 308/06 STA KA
AZ: 07/ 03-2006/ 00939 Finazamt Karlsruhe Durlach - Straf
und Bußgeldsachenstelle
Alturas
e.V. ist c.a. seit dem 01.07.2006 aus dem Cafe Havanna rausgeflogen.
Die Kindermalwerkstatt ist seit 2004 nicht mehr im Tempel.
Diese machen Ihre Kulturarbeit in Ettlingen in dem Filmtheater
„KUL IS SE“ . Aus diesem Grund hat Alturas e.V.
kein Anrecht auf Förderung ! Somit darf und kann der
Tempel für Alturas e.V. keine Zuschüsse erhalten
bzw. weiterleiten ! Das selbe gilt für die Tanztribuene
und der Kindermalwerkstatt.
Fortsetzung folgt !!!
Auf
Grund dieser Stellungnahme hat vermutlich die Stadt Karlsruhe,
im Juli 2007 den angestrebten Kauf vom Bau II im Kulturzentrum
Tempel nicht wahrgenommen. Jetzt gehört dieser Bau einem
Privatinvestor. Somit gibt es weiterhin erhebliche Parkplatz-
und Baurechtliche Probleme. Auch die Zuschüsse der Stadt dürften
demnach endlich schrumpfen, weil für Bau II, der Tempel Gelder
erhalten hatte, welche nicht zweckmäßig eingesetzt wurden!!
Wir
bleiben dran!!