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> Gedanken über die Kulturszene und Salsa in Karlsruhe
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IMPRESSIONEN / BILDER NACH DEM UMBAU
von 1998 bis 2005 im
HAVANNA Cafe Tempel -
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(Facebook Seite)

Der Umbau erfolgte von 1998 bis 2004 durch Ünal Ay
!


 
Ünal Ay - Karlsruhe / GER
Email :uenal.ay@gmx.de 

Tel:- 0176 21703091


 


Der chronologische ZERFALL des Kulturzentrum Tempel e.V.
in der - Hardstr. 37 - 76185 Karlsruhe- >>ab dem 11.08.2004 bis zum 07.04.2016<<




Übernahme der Räumlichkeiten durch Ünal Ay / 1998
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Der Umbau erfolgte von 1998 bis 2004 durch Ünal Ay !!


Alle ZUSAMMENHÄNGE / Vetterleswirtschaften von 1998 bis 2016 / True Story

Kulturzentrum Tempel e.V./ Alturas e.V. und die Politik in Karlsruhe

Zu den Finanzanträgen der Karlsruher SPD-Gemeinderatsfraktion vom 17.04.2007 hat ein kritischer Leser,  "Ünal Ay "

- Pächter vom Havanna im Tempel von 1998 bis August 2004, sich wie folgt gegenüber der Stadt Karlsruhe, der Politik und den Behörden,am 20.04.2007 geäußert und einige "merkwürdige" Dinge in Karlsruhe klar gestellt:

 
>>>20. April 2007/
"Ünal Ay "

Sehr geehrte Frau Stadträtin Doris Baitinger,

in vorbezeichneter Angelegenheit bin ich sehr verwundert über ihren Antrag.
Ich vermute, dass sie ihre sämtlichen Anträge in Bezug auf den Tempel e.V.
ungeprüft, auf kosten der Steuerzahler stellen.

Man weiß inzwischen nicht ob der Tempel e.V. ein Kulturzentrum oder ein kostenloser Gewerbepark für Ihre Vorstände ist.

Tatsache ist aber, dass es bei dem Tempel Vorstand und deren Komplizen um „Pinke, Pöstchen und Privilegien“ geht!

Ich möchte Sie sehr gerne wahrheitsgemäß informieren, damit Sie in Zukunft etwas nachsichtiger mit Ihren Anträgen sind.

Am Anfang stand zweifellos die katastrophale Finanzsituation des Kulturzentrums Tempel, dass die eigens dazu gegründete Finanzkontrollkommission 1997 Schritt für Schritt aufdeckte, und das schließlich im November 1997 in der Abwahl des langjährigen 1. Vorsitzenden Willi Schönauer und der Nichtentlastung bzw. vorbehaltlichen Entlastung seiner damaligen Vorstandskollegen gipfelte.

Zu den nichtentlasteten ehemaligen Vorstandsmitgliedern vom Tempel e.V, gehört auch Herr Uwe Kaffenberger (gelernter Bankkaufmann). Dieser war der Schatzmeister von Tempel e.V., welcher sich und seinen Vereinskameraden, den Kassenschwund von über 10 000 DM nicht erklären konnte. Gegen Ihn wurde keine Strafanzeige erstattet. Er mußte aber seinen Posten dafür abgeben. Später ist er dann zu Alturas e.V. übergelaufen und hat von 1998 bis 2004 mindestens 300.000 € gemeinsam mit Herrn Guerlio Peralta Steuern hinterzogen und Fördermittelbetrug begangen.

BEWEISS : AZ : 07/03-0961/2005 FINANZAMT KARLSRUHE- DURLACH

Damit war zwar dem leichtsinnigen Finanzgebaren ein Ende gesetzt, die drohende Pleite aber nicht abgewehrt.

BEWEIS: BERICHT BNN VOM 15.02.1995 UND 22.02.1995

Angesichts der großen Schuldenlast kam es wegen ausstehender oder unregelmäßig eingehender Mietzahlungen auch zu Spannungen zwischen dem Vorstand und einzelnen Mietern – im Besonderen ausgerechnet zwischen dem Tempel und Alturas e.V.

Da half es auch nicht, dass der Tempel nach einem von der Stadt angeregten komplizierten Kreditverfahren (Grundschuldeintrag im ersten Rang zugunsten der Sparkasse Karlsruhe als Geldgeberin) zunächst aus dem Gröbsten raus zu sein schien. Einen regelmäßigen Betriebskostenzuschuss in der seinerzeit geforderten Höhe gab es nämlich nicht.

BEWEIS: BERICHT BNN vom 08.10.1998

Eine unglückliche Spannung unter unglücklichen Bedingungen. Denn Alturas war seit seiner Ansiedlung auf dem Gelände des Kulturzentrums sicherlich der Kulturveranstalter mit der größten Öffentlichkeit und ganz entscheidend mitverantwortlich dafür, dass die Stadt Karlsruhe und der Gemeinderat die Schenkung des Baus 1 an den Kulturverein Tempel e.V. 1994/95 in Anerkennung seiner aus dem Karlsruher Kulturleben nicht mehr wegzudenkenden Arbeit auch vor der Karlsruher Öffentlichkeit rechtfertigen konnten.

Das heißt, dass der Tempel erheblich von der Arbeit von Alturas profitiert hatte. Denn es war Alturas, mit dem erstmals ein Programm von internationalem Zuschnitt in die ehenmals Seldeneck’sche Brauerei Einzug hielt.

Wie sich die Stimmung im Tempel angesichts der auch durch die finanzielle Situation so nicht zu rechtfertigenden „Kehraus“-Politik des damaligen Vorstands ab 1998 allgemein verschlechterte.

Die Allianz zwischen dem Tempel als Festveranstalter und Raumverwalter einerseits und den kulturellen Aushängeschildern in Bau 1 und im Nordteil des Geländes, Alturas, Artaque und Thespistheater, zerbrach. Sicherlich auch an der Kabinettspolitik eines Vorstands, der sich, aus welchen Gründen auch immer, nur noch ungern in die Karten schauen ließ.

Viele vormals ehrenamtlich stark engagierte Mitglieder traten von ihrem Engagement zurück.

Artaque und Thespistheater verließen Gelände und Verein – ein kultureller Aderlass ohnegleichen.

Wer heute einmal die Beschilderung an der Einfahrt zum Gelände an der Hardtstraße genauer studiert, wird feststellen, dass das Kulturzentrum Tempel sich unter der Ägide seiner Vorstände seit 1998 fast unbemerkt zu einem regelrechten Gewerbepark gemausert hat.

Und das Ende ist noch nicht abzusehen. Der Auszug der angesehenen Kindermalwerkstatt aus Bau 2 ist 2004 erfolgt.

Das ist allerdings kein Wunder, wenn man bedenkt, dass etliche Vorstandsmitglieder wie Hans Traut (Betreiber der Tanzschule Tanztribüne, die mit dem vom Tempel unter dem programmatischen Regiment der Tanztribüne veranstalteten „Internationalen Tanztheaterfestival“ natürlich auch eine massive Eigenwerbung betreiben kann) Gewerbetreibende im engeren oder weiteren Sinn sind, und sich , ohne dass als direkten Vorwurf zu meinen, zumindest den Verdacht gefallen lassen müssen, dass sie im Kulturzentrum Tempel wenn nicht in erster Linie, so doch in ganz erheblichem Maße eigenwirtschaftliche Interessen verfolgen.

Ein Versuch des Artaque-Gründers und Delegierten Versammlung „ DV“ -Vorsitzenden und Initiators Hubert Krauth, (Hardstr. 37 a- 76185 Karlsruhe) die divergierenden Interessen von Alt- und Neumietern, Kultur- und Gewerbetreibenden auf einer eigens zu diesem Thema einberufenen, mehr als 50-köpfigen DV-Sondersitzung bei Anwesenheit mehrerer Gemeinderäte unter einen Hut zu bringen und damit dem Tempel als Ganzem weiterhin eine fruchtbare Entwicklungsrichtung zu geben, scheiterte denn wohl vor allem auch daran, weil einzelne nicht bereit waren, ihre dem jeweils eigenen Projekt verpflichteten Unterstützer oder Lobbyisten für das Projekt Tempel als Ganzes zu mobilisieren.

Ein Zustand der Uneinigkeit, der bis heute nicht überwunden ist. Ein Zustand der innerhalb des Kulturzentrums zu einem Koalitionspoker führte, der oftmals nicht etwa darauf ausgerichtet ist , möglichst interessante und sinnvolle gemeinsame initiativenübergreifende Projekte ins Leben zu rufen, sondern vielmehr darauf, sich denjenigen, den man zum jeweiligen Zeitpunkt für den Stärksten (den mit der stärksten Lobby) hält, als Partner warmzuhalten.

Vor diesem Hintergrund sind auch für Außenstehende oft schwer begreifliche abrupte Seitenwechsel innerhalb des Kulturzentrums zu sehen. So etwa, wenn genau die eifrigen Betreiber (Renate Koch und Hans Traut) der Kündigung des Café Havanna gegenüber Alturas e.V. und der Vermietung der Räume an den damaligen Pächter Ünal Ay heute, nach erneutem Schulterschluss mit dem ehemals geächteten Alturas e.V. (bzw. dessen erneutem Schulterschluss mit dem KV Tempel e.V.), die heftigsten Promotoren einer mittlerweile kostenintensiven gerichtsnotorischen Auseinandersetzung zwischen dem KV Tempel e.V. und dem neuen Pächter des Café Havanna sind. Und die wird auf beiden Seiten mit genau den Bandagen geführt, die jener von Hans Traut seinerzeit gegenüber Alturas geforderten geschäftsmännischen und juristischen Härte entsprechen. Nur dass die heute eben auch mal den KV Tempel trifft – wie man’s in den Wald hineinruft, so schallt es irgendwann eben auch mal heraus.

Da muss sich freilich auch Alturas fragen lassen, warum man sein Fähnchen plötzlich wieder in einen anderen Wind hängt.

Denn als es im Rahmen des von Vorstandsmitglied Helfried Lohmann nach bestem Wissen und Gewissen aufgesetzten Kooperationsvertrags über den weiteren lateinamerikanischen Veranstaltungsbetrieb im Café Havanna zwischen Ünal Ay und Alturas e.V. zu Spannungen kam, ließ der KV Tempel e.V. Alturas e.V. mehr oder weniger im Regen stehen. Einzelne Vorstandsmitglieder empfanden möglicherweise sogar eine klammheimliche Schadenfreude darüber, dass es Guerlio Peralta und seinen Mannen nun endlich an den Kragen ging – die hart an der Grenze zur öffentlichen Beschimpfung und üblen Nachrede einzuordnenden Äußerungen des Vorstandsmitglieds Hans Traut in der „Klappe auf“ 1/98, von denen sich der damalige Vorstand zu keiner Zeit distanzierte, sprechen hierzu eine, leider, allzu deutliche Sprache.

Die vormalige „Entente Cordiale“ zwischen dem Tempel e.V. und Ünal Ay, in der Presse gleich mehrfach beschworen, ist heute Vergangenheit. Die einstigen „Wunschpartner“ stehen sich mittlerweile als Kontrahenten gegenüber. Dafür hat der Vorstand des KV Tempel den einstigen Feind Alturas e.V. wieder als Alliierten gewonnen.

Hier muss sich nun der KV Tempel fragen lassen, wie es zu diesem merkwürdigen „Bämlein-Wechsel-Dich“-Spiel kam.

Dass sich die kulturpolitisch Verantwortlichen in Karlsruhe heute nur sehr zurückhaltend gegenüber den andauernden Querelen im Kulturzentrum verhalten, ist vor diesem Hintergrund verständlich.

Wer besteigt schon gerne ein Koalitionskarussel um ganz offensichtlichen Pöstchen- und Privilegienschacher, ohne zu wissen, auf welcher Seite er in einigen Monaten wieder aussteigen muss.

Trotzdem: eine Krise war von jeher auch die Möglichkeit für einen Neubeginn.

Ein erneuter runder Tisch unter dem Vorsitz städtischer Vertreter wäre vielleicht nützlich.
Auch eine ernstere Inanspruchnahme des tempeleigenen Schlichtungsgremiums, des Ehrenrates, wäre wünschenswert, um den ausgearteten Betrügereien ein Ende zusetzen.

Damit nicht Gelder in einem seit Jahren andauernden Prozesspoker mit ungewissem Ausgang aufs Spiel gesetzt werden, die eigentlich in die Kulturarbeit fließen sollten.

Einigen Vorständen wäre zu raten, weniger als Lobbyisten ihrer eigenen Pfründe zu fungieren, und sich auf die Aufgaben zurückzubesinnen, die der Vorstand des Kulturvereins Tempel e.V. eigentlich erfüllen sollte.

Außerdem erhalten Sie die Aktenzeichen der Ermittlungsverfahren gegen Tempel e.V. wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung und Fördermittelbetrug zu Lasten der Stadt Karlsruhe !

AZ: 260 Js 30505/06 - STA Ka
AZ: 550 AR 308/06 STA KA
AZ: 07/ 03-2006/ 00939 Finazamt Karlsruhe Durlach - Straf und Bußgeldsachenstelle

Alturas e.V. ist c.a. seit dem 01.07.2006 aus dem Cafe Havanna unteranderem wegen massiven Steuerhinterziehung rausgeflogen. Die Kindermalwerkstatt ist seit 2004 nicht mehr im Tempel. Diese machen Ihre Kulturarbeit in Ettlingen in dem Filmtheater „KULISSE“ . Aus diesem Grund hat Alturas e.V. kein Anrecht auf Förderung ! Somit darf und kann der Tempel für Alturas e.V. keine Zuschüsse erhalten bzw. weiterleiten ! Das selbe gilt für die Tanztribuene und der Kindermalwerkstatt.

Fortsetzung folgt !!!

Auf Grund dieser Stellungnahme hat vermutlich die Stadt Karlsruhe, im Juli 2007 den angestrebten Kauf vom Bau II im Kulturzentrum Tempel nicht wahrgenommen und die Fördermittel an Tempel e.V. deutlich gekürzt. Jetzt gehört dieser Bau einem Privatinvestor. Somit gibt es weiterhin erhebliche Parkplatz- und Baurechtliche Probleme. Auch die Zuschüsse der Stadt dürften demnach endlich weiter schrumpfen, weil unteranderem für Bau II, der Tempel e.V. Gelder erhalten hatte, welche nicht zweckmäßig eingesetzt wurden!!

Wir bleiben dran!!

Ay, Ünal

 

Von: Ünal Ay [mailto:uenal.ay@gmx.de]
Gesendet: Dienstag, 26. Januar 2016
An: michael.obert@dez6.karlsruhe.de; redaktion@bnn.de; redaktion@ka-news.de

Betreff: AW an: Bürgermeister MICHAEL OBERT

BESCHWERDE wegen Untätigkeit und rechtswidrige Duldung / am 23.01.2016 - Illegaler Discobetrieb Vanguard - Hardtstr. 37a - 76185 Karlsruhe

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Michael Obert,

besten Dank für Ihre Email vom Montag, 25. Januar 2016 14:13 h an mich. Bitte öffnen Sie in der Email, alle beigefügten Anlagen sowie die Bilder.

Da Sie in Ihrer Email ohne eine Anrede beginnen, aber an mich adressieren, denke ich dass Sie mich anschreiben wollten.

Von:michael.obert@dez6.karlsruhe.de
Gesendet: Montag, 25. Januar 2016 14:13
An: Ünal Ay

Betreff: Antwort: BESCHWERDE wegen Untätigkeit und rechtswidrige Duldung / am 23.01.2016 - Illegaler Discobetrieb Vanguard - Hardtstr. 37a - 76185 Karlsruhe

Da Ihre Beschwerde das Ordnungsamt und nicht das Bauordnungsamt betrifft, habe ich Ihre Email an meinen Kollegen Erster Bürgermeister Jäger weitergeleitet.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Obert

Stadt Karlsruhe
Dezernat 6
Rathaus am Marktplatz
76124 Karlsruhe
Telefon: +49 721 133-1060
Fax: +49 721 133-1069
E-Mail: michael.obert@dez6.karlsruhe.de

Die Weiterleitung der o.g. Angelegenheit an den Ersten Bürgermeister Herrn Jäger, rettet Sie nicht vor Ihrer unbedingten Verpflichtung als Bürgermeister (Geschäftskreis Planen und Bauen), hier auch schleunigst für Ordnung und Sicherheit zu sorgen, was den Brandschutz und die Parkplatzproblematik angeht! Das ist Ihr Resort! Ohne die falsche Beurteilung und Rechtsauslegung des Bauordnungsamtes seit etlichen Jahren würde das Ordnungsamt sicherlich anders, wie bisher entscheiden! Übrigens ist auch der Nebenraum NICHT gestattet im Club Vanguard! Auch die QM Berechnung ist falsch. Dies wurde wegen der knappen Stellplätze damals nur mit 100 QM ausgewiesen und wohlwollend vom BOA und OA kontrolliert. Die Empore und der Nebenraum wurden garnicht bei der Konzessionierung berücksichtigt. Gesamt hat der Club Vanguard über 240 QM (1 Empore / 2. Empore/ Raucherraum)

Frau Heike Popp und die Frau Heidi Messmer vom Ordnungsamt haben gemeinsam sehr eng mit dem Bauamt, spätestens am 31.08.2012 angefangen zu trixen bzw. versucht mit entsprechenden Formulierungen und Spitzfindigkeiten „ die KUH vom EIS zu holen“! Man könnte hier fast schon über eine bewusste Rechtsbeugung nachdenken.

Ich bin mir sicher dass Ihr Kollege Herr Jäger (Erster Bürgermeister und Richter a.D.) diese ominöse Frage besser zu würdigen weiss! Fragen Sie Ihn doch mal persönlich, wie er das sieht !

Dies könnte sicherlich auch später für die Staatsanwaltschaft von Bedeutung sein. Es kann nicht sein, dass seit Jahren der „Schwarze Peter“ zwischen dem Bauordnungsamt und dem Ordnungsamt hin und hergeschoben wird und damit das Recht vermutlich gebeugt wird. Eine genehmigte Gaststätte wird als Diskothek benutzt und ein genehmigtes Seminarsaal als Versammlungsstätte! Das ist nicht zulässig!

Mit Ihrer jetzt dargelegten Obertflächlichkeit, riskieren Sie grobfahrlässig, dass bei einem Brandfall in der Scenariohalle und im Club Vanguard es Menschenleben fordern wird.

Sind Sie sicher, dass Sie das Verantworten wollen??

Da die Gaststätte Club Vanguarde und der Seminarsaal SCENARIO laut dem VG Beschluss vom 05.01.2016 und der Mitteilung der Branddirektion Karlsruhe vom 15.03.2002 planungsrechtlich nicht zulässig sind, sind auch die bauordnungsrechtlichen Anforderungen sowie die Anforderungen anderer Fachgesetze jetzt unbedingt zu erfüllen.

Zu denken ist dabei insbesondere an

•die Einhaltung der notwendigen Abstandflächen
• richtige Konzessionierung
• die Erschließung des Grundstückes
•den vorbeugenden Brandschutz (Rettungswege, Raumhöhen, Be- und Entlüftung, Alarmanlagen, Brandschutzpläne usw.)
•die Standsicherheit
•eine ausreichende Zahl an notwendigen Stellplätzen
(Es fehlen 11 Stellplätze Momentan!!!)
•mögliche Anforderungen der Versammlungsstättenverordnung (wenn auf mehr als 100 Besucherinnen oder Besucher ausgerichtet)
•immissionsschutzrechtliche Anforderungen (insbesondere Lärm durch An- und Abfahrten, Gerüche aus der Küche usw.)
•gesundheits-, Hygiene- und lebensmittelrechtliche Anforderungen (Küchenbetrieb, Aufbewahrung und Zubereitung der Nahrungsmittel, Zahl der Kundentoiletten usw.).

Die Angelegenheit ist nach den anzuwendenden Gesetzen eindeutig ! Ich verweise nochmals auf meine Email an Sie samt Anlagen vom 24.01.2016 15:03h

Ich möchte Sie auch darauf hinweisen dass Ihr Vorgänger, Bürgermeister Herr Eidenmüller, dass alles auch in einem internen Schreiben vom 17.03.2006 an die Stadt Karlsruhe unmissverständlich dargelegt hatte. Demnach ist die Sache sehr einschlägig!!!! Ich weiss nicht wie Sie die Einschätzung Ihres Kollegen und Volljuristen Herrn Eidenmüller, bei einer eventuellen Verhandlung einem Verwaltungsgericht anders erklären wollen!?

Ich bitte zu diesem Schreiben Ihre Stellungnahme bis zum 31.01.2016

Ay, Ünal


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Ab dem 05.01.2016 ist das Ende der TANZ-GASTRONOMIE, im Tempel e.V., vom Verwaltungsgericht Karlsruhe rechtskräftig beschlossen worden ! AMEN !!!

Club Vanguarde hat im (FACEBOOK) hinzugefügt.

7. April 2016 um 09:37 ·

"..Leider ist die Zukunft unseres Vanguardes weiter sehr ungewiss. Sollte die Entscheidung des Regierungspräsidiums nicht zu unseren Gunsten ausfallen, dürfen wir in diesem Jahr nur noch 4 (!) Partys feiern. Zwei davon finden dieses Wochenende statt:

Wann die Entscheidung gefällt wird ob und wie es weitergeht wissen wir nicht. Die Mühlen der Bürokratie mahlen ja bekanntlich langsam. Ebenso ist unklar wann die übrigen zwei Partys stattfinden werden. Vielleicht erst im Herbst oder Winter. Sprich es kann sein, dass nach diesem Wochenende erstmal eine Weile lang keine Party mehr im Vanguarde stattfinden wird

Dafür drehen wir dieses Wochenende nochmal so richtig auf! Neben einem stattlichen Programm kloppen wir auch die einen oder anderen Getränkespecials raus, um unser Lager abzubauen. Also, kommt vorbei und feiert mit uns das hier und jetzt. Vielleicht zum letzten Mal...

Danke an Paul Gärtner für das awesome Foto! ..."

https://www.facebook.com/vanguarde.karlsruhe/?pnref=story

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07.02.2016 /Ka-News

Ärger mit Anwohner:
Droht dem "Vanguarde" ein Party-Verbot?

Karlsruhe (Melanie Nees) - Was ist das "Vanguarde" auf dem Karlsruher Tempelgelände? Eine Gaststätte oder doch eine Disco? Die Genehmigung sagt eine Gaststätte, erlaubt jedoch für eine Discothek typische Öffnungszeiten bis 5 Uhr am Wochenende und zwei Tanzveranstaltungen pro Woche. Ein Anwohner klagte gegen das Ordnungsamt wegen einer vermeintlich rechtswidrigen Genehmigung sowie wegen Lärmbelästigung. Nun bahnt sich eine Entscheidung an.
Anzeige

Das "Vanguarde" befindet sich auf einem Gelände des Kulturvereins Tempel - dem "Tempel-Gelände" - in der Hardtstraße im Karlsruher Stadtteil Mühlburg. Dieses beherbergt unter anderem Band-Proberäume, Ateliers und den Seminarraum "Scenario" sowie einige Wohnungen. Die Gaststätte hieß bis 2012 "Havanna im Tempel", dann wechselte der Besitzer und das "Vanguarde" war geboren.
Stadt erteilt "Zwitterkonzession"

Laut Ünal Ay, dem die Location bis 2004 gehörte, habe der Kulturverein Tempel dem ehemaligen Pächter gekündigt, da er sich nicht mehr nur Salsa-, sondern auch Technoparties für die Gaststätte wünschte. Der neue Pächter, Jakob Siegmund, habe sich bei der Stadt eine Gaststätten-Genehmigung eingeholt, die - untypisch für eine Gaststätte - zwei Tanzveranstaltungen pro Woche und Öffnungszeiten bis 5 Uhr am Wochenende erlaube. Ay spricht von einer "Zwitterkonzession": Schank- und Speisewirtschaft plus Disco.

Diese habe dem Kulturverein Tempel und Pächter Siegmund alsbald Ärger eingebracht: 2013 habe ein Anwohner, Hubert Krauth, wie Ay berichtet, 400 Euro Miete wegen Lärmbelästigung einbehalten. Es sei eine Räumungsklage von Seiten des Tempel gefolgt, die das Gericht jedoch abgelehnt habe. Damit sei das Lärmproblem jedoch noch nicht beseitigt gewesen, also habe Krauth gegen Siegmund geklagt.
Das sagt das Verwaltungsgericht

Auch gegen das Ordnungsamt erhob Krauth eine Anklage wegen Lärmbelästigung und der vermeintlich fehlerhaften Genehmigung von zwei Tanzveranstaltungen pro Woche. Hier fällte das Verwaltungsgericht am 5. Januar einen Beschluss, der ka-news vorliegt: Die Konzession für wöchentlich zwei Tanzveranstaltungen sei voraussichtlich rechtswidrig. Das Ordnungsamt solle dies prüfen.

Ay behauptet, bis der Fall endgültig geklärt ist, dürfe es keine weiteren Tanzveranstaltungen im "Vanguarde" geben. Dennoch habe am 23. Januar das Tanzevent "Club Azucár" im "Vanguarde" sowie im benachbarten "Scenario"-Saal stattgefunden. Ay berichtet, er habe zwei Freunde geschickt - da er selbst Hausverbot habe - die auf Fotos und Videos dokumentiert hätten, dass im "Scenario", welcher in Besitz des Kulturvereins Tempel ist, bei der Veranstaltung zudem gegen die Brandschutzbestimmungen - die maximal 100 Personen gestattet - verstoßen worden sei.
Sind die Vorwürfe berechtigt?

Was ist dran an den Vorwürfen des ehemaligen Pächters und den Bedenken des Gerichts? Bernd Wnuck, Leiter der Pressestelle der Stadt Karlsruhe, erklärt: "Das Gericht hatte moniert, dass in der Genehmigung kein sogenannter Limiter, der die Lautstärke der Musik begrenzt, als Auflage genannt ist." Siegmund hätte jedoch trotzdem einen genutzt. Das habe das Ordnungsamt mehrmals ohne Ankündigung kontrolliert. Davon, dass die Vorwürfe des Klägers berechtigt sind, durfte sich das Ordnungsamt dagegen nicht überzeugen. "Der Anwohner Krauth hat eine Lärmmessung in seiner Wohnung abgelehnt", so Wnuck.

Anders sieht es im Verfahren gegen Pächter Siegmund wegen Lärmbelästigung aus. "Ein Sachverständiger vom Gericht hat den Lärmpegel gemessen und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Werte zumutbar sind", erzählt Siegmund gegenüber ka-news. Er sei daher zuversichtlich, dass das Verfahren eingestellt wird.
Vorerst weniger Tanz

Ob es tatsächlich rechtswidrig ist, dass zwei Tanzveranstaltungen pro Woche im "Vanguarde" genehmigt wurden, ist derzeit noch in der Schwebe. Bis das Ordnungsamt die Sache abschließend geprüft hat, dürften vorerst nur zwölf Tanzveranstaltungen im Jahr stattfinden, wie es eine klassische Gaststättengenehmigung erlaube, berichtet Stadtsprecher Wnuck. Da diese Vorgabe mit der Veranstaltung am 23. Januar nicht überschritten worden sei, ist diese rechtmäßig gewesen.

Zu den Brandschutzvorwürfen bezüglich des "Scenario"-Saals, die Ay gegen den Tempel erhebt, könne das Bauordnungsamt noch keine Auskunft geben. Martin Holder, Leiter des Kulturverein Tempel, sagt auf ka-news-Anfrage: "Wir arbeitet mit allen Behörden in guter Kooperation eng zusammen. Anders ist die Führung eines Kulturzentrums auch gar nicht möglich." Weniger gut ist scheinbar das Verhältnis zum ehemaligen Pächter Ay. "Ich habe einen Groll", berichtete dieser gegenüber ka-news, er sei "reingelegt" und "rausgeklagt" worden. In diesem Fall habe er 2009 jedoch nachträglich Recht bekommen.

Karlsruhe (Melanie Nees)

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DAS AUS FÜR DAS Cafe HAVANNA !!!!!

Artikel vom 12.02.2012 / In-KA

Kavantgarde verhandelt mit dem Tempel

Eine Pressemeldung der aktuellen Pächter spülte das Thema etwas voreilig ans Tageslicht.

Der befristete Pachtvertrag des Café Havanna im Tempel läuft zum 31.8.2012 aus – und der Kulturverein verhandelt mit der Webplattform Kavantagarde über eine multikulturelle Nutzung des Café Havanna im Tempel.

Die Kulturplattform führt seit einigen Jahren Musik-, Kunst-, Film- oder auch DJ-Events durch und suchte schon länger nach einer eigenen Location. 

Gleichzeitig „konnten die Vorschläge des Kulturverein Tempel an die derzeitigen Betreiber, nicht nur ihre Salsa-Monostruktur zu betreiben, sondern sich kulturell etwas zu öffnen, nicht umgesetzt werden.

Es ist für ein soziokulturelles Zentrum schön und bereichernd, auch Salsatanzabende anzubieten, kommerzielle Monokultur-Veranstaltungen am Wochenende können aber auch an anderen Orten stattfinden“, schreiben die Tempel-Macher, die gleichwohl natürlich der „lateinamerikanischen Musik und Kultur verbunden bleiben, wie sie vor Jahren vom Kulturverein Alturas mit seinem seinerzeit hochwertigen Konzert- und Kulturprogramm im Kulturzentrum Tempel aufgebaut wurde.“

Für das Café ist auch eine Tagesnutzung vorgesehen, die dem Austausch der vielen Kreativen auf dem Gelände und deren Besuchern dienen soll, aber sicherlich auch zur Belebung des Viertels beitragen wird.

Auch wenn die Verhandlungen erst am Anfang stehen: Während derzeit alles auf den Osten und seinen Kreativpark und die Kreativ-Wirtschaft schaut, könnte hier eine weitere Aufwertung des kulturell eher mager versorgten Karlsruher Westens erreicht werden, eine besser austarierte kulturelle Balance der Stadt inklusive – erreicht nur durch eine kluge Kooperationsidee.

-rw

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TOP-NEWS 4:
Quelle: BNN 31.01.2008

" Keine Büros in den Tempel"

Die Stadt hat die Bauvoranfrage für eine teilweise Büronutzung des Tempels durch den neuen Besitzer von Bau II abgelehnt."Es ist entschieden" bestätigte Kulturbürgermeister Ullrich Eidenmüller auf Nachfrage der BNN, die jüngst über den Streit in der "zweiten Tempel-Runde" berichteten.

"Der Bescheid musste negativ ausfallen", sagt Eidenmüller, denn " eine rein gewerbliche Nutzung" lasse der Bebauungsplan zum Schutz der Kultureinrichtung Tempel nicht zu. Er wolle jetzt in einem Gespräch mit dem Investor, der im vergangenen Jahr das Gebäude von einer Erbengemeinschaft gekauft hat, ausloten, " wie der Tempel als Kulturbetrieb erhalten und ausgebaut werden kann", erklärt der Dezernent.

Während der Kulturverein Tempel mit Genugtuung auf diese Bestätigung der Prüfung der Bauvoranfrage durch das Bauordnungsamt und den Zentralen Juristischen Dienst der Stadt reagiert, äußert Immobilieneigner Jürgen Grether sein Unverständnis. Er werde widerspruch gegen den Bescheid einlegen, versichert er.

Schließlich habe die Stadt ihm vor der der Kauf- entscheidung signalisiert, dass seinem Nutzungs- wunsch nichts im Wege stehe.Grether möchte auf rund 200 Quadratmeter von insgesamt 2 000 Quadratmetern in dem Seitengebäude der früheren Seldneckschen Brauerei an der Mühlburger Hardstraße das Büro seiner IT- Firma einrichten und es für Vernissagen öffnen. Damit werde er dem Anspruch des Bebauungsplans auf kulturelle Nutzung gerecht, argumentiert er. Zudem geht der Eigner davon aus, dass der Bebauungsplan auch "sonstiges Gewerbe" zulasse. Insgesamt wolle er 500 Quadratmeter für Büros, der Rest solle rein kulturell genutzt werden. An bisher vermieteten Flächen wolle er nichts ändern, versichert er.

Dagegen meint der Kulturverein, dass der Tempel damit zum Spekulationsobjekt verkomme und die Kulturinstitution zerstört werde. Die Position der Stadt im Tempel Streit war jüngst noch zwischen der der Wirtschaftsbürgermeisterin Margret Mergen und Eidenmüller umstritten. Oberbürgermeister Heinz Fenrich hatte dann auf einer nochmaligen Prüfung der Bauvoranfrage bestanden.

Rupert Hustede - BNN Karlsruhe )

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18.05.2010/Ka-News
ka-news.de - http://www.ka-news.de/kultur/karlsruhe/Kulturzentrum-Tempel-bangt-um-Existenz;art136,404893,0

      Kulturzentrum Tempel bangt um Existenz


Karlsruhe (mda) - In unmittelbarer Nähe des Kulturzentrums Tempel sollen zwei fünfstöckige Wohnblocks entstehen. Der bestehende Bebauungsplan für das denkmalgeschützte Areal wäre damit hinfällig. Der Vorstand des Kulturvereins Tempel sieht die Existenz des soziokulturellen Zentrums "Tempel" gefährdet. Wird die Kultur dem Kommerz geopfert?


"Wenn die neuen Pläne der Stadtverwaltung den Gemeinderat passieren und der derzeitige Bebauungsplan geändert wird, so sind Einschnitte im kulturellen Betrieb zu befürchten", berichtet Jutta Wellenreuther, Vorstand des Kulturzentrums Tempel.

In der ursprünglichen Fassung des Bebauungsplans von 1992 sind nur vereinzelte Wohngebäude auf dem ehemaligen Brauereigelände im Stadtteil Mühlburg vorgesehen. Außerdem sollten nördlich des Tempel-Gebäudes Grünflächen und Parkplätze für Anwohner und Besucher des Kulturzentrums entstehen.

Die neuen Pläne sehen das wohl nicht mehr vor. Nach Informationen des Vorstands sind zwei große fünfstöckige Wohnkomplexe mit Eigentumswohnungen geplant, die fast direkt an das Gebäude des Kulturzentrums anschließen, erklärt Martin Holder, Geschäftsführer des Tempel. "Da sind doch Konflikte vorprogrammiert", ergänzt Wellenreuther.

Konflikte wegen Lärm?

Das Kulturzentrum Tempel veranstaltet regelmäßig Konzerte und bietet auch Proberäume für über 30 Musikbands an. Kunstschaffenden wird eine Plattform geboten, um sich vor Publikum auszuprobieren. Hierbei kommt es auch immer wieder zu einem erhöhten Lärmpegel zu späterer Stunde.

Die Gefahr besteht, dass dies die zukünftigen Anwohner der geplanten Wohnblocks stört. Und das wiederum könnte zu einem Problem für den Tempel werden. "Bürgermeister Fenrich hat uns sein Ehrenwort gegeben, dass der ursprüngliche Bebauungsplan eingehalten wird und jetzt kommt alles anders", entrüstet sich Wellenreuther.

"Sie machen den Tempel kaputt" Der Kulturverein Tempel trägt seit über 25 Jahre als Initiator und Vermieter das unabhängige und soziokulturelle Zentrum. Er bietet Stadtteil- und Kulturvereinen den Platz, ihr Engagement zu entwickeln und veranstaltet Feste für die Bürger der Stadt. "Die Feste fördern soziale Anbindungen und den Zusammenhalt der Bürger", erklärt die Künstlerin Renate Koch.

"25 Jahre lang wurde das Kulturzentrum von Menschen und ihren Ideen ehrenamtlich weiterentwickelt. Wir haben uns immer bemüht die Schmuckstücke als Ensemble zusammenzuhalten. Jetzt haben auch Investoren begriffen, dass Kultur ein Marktfaktor ist. Wohnungen in kulturnaher Umgebung lassen sich besser verkaufen.

Aber sie machen den Tempel kaputt", ärgert sich Wellenreuther.

Baubürgermeister zeigt sich verwundert Baubürgermeister Michael Obert zeigt sich indessen verwundert: "Da durch die Umplanung die Wohnbebauung nicht näher an den Tempel rückt als zuvor, ist mir die Aufregung nicht verständlich, zumal ein Gespräch zwischen mir, dem Stadtplanungschef Dr. Ringler und dem Tempel in guter und sachlicher Atmosphäre vor einiger Zeit statt gefunden hat."


 


TOP-NEWS 3:
• Quelle: KlappeAuf-Redaktion 2. Juli 2007 /

Zukunft Tempel - Riskantes Spiel oder schlicht verpennt ?

“Kulturverein Tempel gefährdet” oder “Musentempel vor dem Aus?”

Zukunft Tempel - Riskantes Spiel oder schlicht verpennt ? “Kulturverein Tempel gefährdet” oder “Musentempel vor dem Aus?” sind Schlagzeilen, die die Karlsruher Kulturszene seit den vergangenen Tagen beschäftigen. Im Hintergrund steht ein Interessent, der den rund 2000 Quadratmeter umfassenden Bau II der früheren Seldeneckschen Brauerei kaufen will. Die Stadt scheint sich so uneins, dass es verschiedenen Teilen der Verwaltung offensichtlich ganz recht wäre, wenn der Verkauf des sogenannten Bau II des Kulturzentrums Tempel an einen privaten Kunden zustande käme, mutmaßt Christiane Woernle als Verteterin der Erbengemeinschaft der früheren Brauerei im Karlsruher Stadtteil Mühlburg: “Wenn die Stadt eine Meinung hätte, hätte sie schon längst gekauft.” Einer einzigen Meinung immerhin waren die Mitglieder des gemeinderätlichen Kulturausschusses, die im November des vergangenen Jahres eindeutig für den Ankauf der noch in Händen der Erben befindlichen Immobilie votiert und damit der Verwaltung ein deutliches Signal gegeben hatten. Der Kulturverein Tempel sollte dann mit der Nutzung und Renovierung des Geländes auf dem er bereits seit Mitte der 80er Jahre tätig ist, betraut werden. Die Konditionen des Handels waren offenbar bereits zuvor zwischen Stadt und verkaufswilligen Erben ausgehandelt worden, zu einem Preis, der knapp über einem von der Stadt in Auftrag gegebenen Wertgutachten lag. Dann aber hörten die Erben nichts mehr von der Stadt. Der Versuch mit dem zuständigen Bürgermeister Eidenmüller als Verhandlungspartner Kontakt aufzunehmen sei über Wochen und Monate gescheitert, so Christiane Woernle, die sich nach anderen Interessenten für das nach dem Bebauungsplan ausschließlich für die kulturelle Nutzung vorgesehene Gebäude umsah, in dem sich gegenwärtig unter anderem der Musentempel, verschiedene Proberäume und das Atelier eines Grafikers befinden. Mittlerweile scheinen die Chancen auf das geplante Geschäft mit der Stadt gesunken, da die Erben nun lieber an einen Privatmann verkaufen möchten, der einen deutlich höheren Preis ins Spiel brachte. Der Karlsruher Jürgen Grether, Betreiber eines Immobilien-Internetportals, will kaufen, was den Kulturverein Tempel in höchste Sorge bringt. Auch wenn Grether beteuert, etwa den Musentempel, der sich sein Domizil mit großem Aufwand in Eigenleistung herrichtete, in Bau II halten zu wollen, und ansonsten eine Galerie in Kombination mit seinem Büro einzurichten und Mieter aus dem “kulturellen Gewerbe” zu suchen beabsichtigt, sieht sich der Tempel durch einen solchen Privatinvestor in seiner Existenz bedroht. Tempel-Konzept sei es, so der Geschäftsführer Martin Holder, einer Vielfalt von Menschen mit kreativen Potentialen für wenig Geld Räume zur Verwirklichung ihrer Projekte und Vorhaben bieten zu können. “Dafür haben wir und die einzelnen Mieter Monate und Jahre für umme gearbeitet”, unterstreicht Jutta Wellenreuther, eine der Vorstände des Kulturzentrums. Das soziokulturelle Zentrum brauche die Nutzfläche des Bau II unabdingbar, um wirtschaftlich und kulturell über die Runden zu kommen, heißt es beim Tempel, der von allen politischen Seiten Unterstützung erhält. Sowohl SPD, als auch Grüne und die FDP wollen in den laufenden Haushaltsverhandlungen einen Antrag einbringen, das Geld für den Kauf einzustellen, und auch die KAL und Teile der CDU unterstützen das Anliegen des soziokulturellen Zentrums ohne Wenn und Aber. Warum die Verwaltung aber durch ihr zögerliches Verhalten die jetzige Stituation heraufbeschwor, und es nun für den Kauf sogar zu spät sein oder zumindest deutlich teurer kommen könnte, die Gründe hierfür scheinen vielfältig und komplex. Offensichtlich konnte sich Verhandlungsführer Eidenmüller zunächst nicht gegen die Bedenken des am Geldhahn sitzenden Bürgermeisterkollegen Groh durchsetzen, in der Interimszeit wähnte man wohl mangels Käuferkonkurrenz keine Eile und die neue Finanzbürgermeisterin spart auch offensichtlich lieber, wo sie kann, siehe Bundesgartenschau. Warum allerdings der Gemeinderat nach dem einstimmigen Votum seines Gremiums nicht über das Stocken des Verkaufs informiert wurde, ist sicherlich eine ärgerliche Nachlässigkeit der Verwaltung, wie von Gemeinderatsseite betont wird. Dem ebenfalls von einzelnen Gemeinderäten geäußerten Verdacht, der Immobilienhändler Grether könne nur ein Strohmann sein, um am Preis noch einmal zu schrauben, begegnet die Eigentümerin Woernle mit dem Hinweis, dass sie von der Stadt ja nichts mehr gehört habe und keinerlei verbindliche Kaufzusage hätte. Die Stadt habe im Bezug auf den Tempel allgemein sehr viele Fehler gemacht und sei jetzt unter Zugzwang. Dem scheint gegenwärtig kaum jemand zu widersprechen.

Quelle: © ka-city.de 27.04.07© ka-city.de 27.04.07 -

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TOP-NEWS 2:

Kulturzentrum Tempel e.V.

  17. April 2007/ Ka-News


http://www.ka-news.de/kultur/news.php4?show=trc2007416-41K

Ankauf als Lösung / Bau II

SPD fordert Sicherstellung des Musentempels

Karlsruhe - Die SPD-Gemeinderatsfraktion fordert die Stadtverwaltung auf, die Zukunft des Kulturzentrums auf dem Gebiet der ehemaligen Seldeneckschen Brauerei durch den Ankauf von Bau II sicherzustellen (ka-news berichtete). Die SPD verweist in einer Pressemitteilung auf einen entsprechenden Beschluss des Kulturausschusses vom 14. November 2006, der sich für den Ankauf von Bau II durch die Stadt mit anschließender erbbaurechtlicher Überlassung an den Tempel e.V. zur Verwirklichung eines überzeugenden Nutzungs- und Sanierungskonzeptes ausspricht.

Dem aktuell ins Spiel gekommenen Verkauf des Objekts an einen privaten Kaufinteressenten erteilt die Fraktionsvorsitzende Doris Baitinger eine klare Absage. Sie warnt Kulturbürgermeister Ullrich Eidenmüller und Finanzbürgermeisterin Margret Mergen davor, den Gemeinderat in dieser Frage zu übergehen, zumal in den nächsten Tagen ein Treffen mit dem neuen Kaufinteressenten geplant ist.

"Das Mühlburger Kulturzentrum ist eine wichtige Stütze des Programms soziale Stadt in Mühlburg. Wird Bau II an einen privaten Investor verkauft, droht dem ganzen Kulturzentrum das Aus. Deshalb hat die SPD-Fraktion für die Haushaltsberatung einen Antrag gestellt, der den Ankauf von Bau II durch die Stadt in Höhe von 350.000 Euro vorsieht", so Baitinger. (ps/trc)


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